Primarstufe
In der Primarstufe der LVR-Luise-Leven-Schule lernen Kinder mit Hörbehinderung in einem geschützten, technisch gut ausgestatteten Lernumfeld. Wir begleiten die Schüler*innen individuell und stärken Sprache, Lernen und Selbstbewusstsein.
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In der Primarstufe der LVR-Luise-Leven-Schule lernen Schüler*innen der Klassen 1 bis 4 mit unterschiedlichen Hörbehinderungen gemeinsam, darunter gehörlose und schwerhörige Kinder sowie Kinder mit einer Auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung.
Der Unterricht orientiert sich an den Lehrplänen der allgemeinen Primarstufe. Zusätzlich werden die Richtlinien des Förderschwerpunktes Hören und Kommunikation umgesetzt.
Schüler*innen mit weiterem Förderbedarf werden vor allem in Förderklassen (F-Klassen) unterrichtet, in denen sie in einem angepassten Setting individuell gefördert werden.
Eine in der Regel dreijährige Schuleingangsphase ermöglicht den Kindern, in ihrem eigenen Tempo die Inhalte der ersten und zweiten Klasse zu lernen und individuelle Lernfortschritte zu erzielen.
Kleine Lerngruppen mit sieben bis maximal 14 Schüler*innen sowie eine moderne technische Ausstattung unterstützen den Lernerfolg. Die Klassenräume sind unter anderem mit digitalen Tafeln, WLAN, digitalen Übertragungsanlagen, Soundfieldsystemen und ausreichend Handmikrofonen ausgestattet.
Die Schüler*innen erhalten eine gleichwertige sprachliche Förderung in Gebärdensprache, Lautsprache und Schriftsprache, die an ihre individuellen kommunikativen Bedürfnisse angepasst ist.
In den Förderklassen lernen Schüler*innen mit Hörbehinderung und einem intensiven individuellen Unterstützungsbedarf.
Der Unterricht erfolgt jahrgangsübergreifend und orientiert sich an den individuellen Lernvoraussetzungen der Kinder.
In der jüngsten Förderklasse unterstützen wir die Schüler*innen dabei, sich im System Schule und in der Klasse zu orientieren sowie eine gelingende und verlässliche Kommunikation aufzubauen, sich Weltwissen und Kulturtechniken anzueignen.
Wir bieten differenzierte Materialien an, mit denen die Schüler*innen sich, ihren individuellen Möglichkeiten entsprechend, Themen aus ihrer Erfahrungswelt erarbeiten können. Dabei arbeiten wir vorhaben- und handlungsorientiert, kleinschrittig und mit vielen Wiederholungen. Rituale geben Sicherheit und Orientierung. Visualisierung ist ein zentrales Unterrichtsprinzip. Unterstützte Kommunikation ermöglicht Struktur, Orientierung, Auswahl und Teilhabe.
Um auch außerhalb vom Unterricht Lernangebote zu schaffen, liegen uns ritualisierte und regelmäßige Aktivitäten besonders am Herzen. Dazu zählen der alljährliche Bewegungstag, Theaterbesuche, eine ausgiebige Karnevalsfeier und auch unsere zur Jahreszeit passenden Feste. Hier kommen wir alle zusammen und feiern Feste interreligiös gemeinsam.
Während Projektwochen oder -tagen erhalten die Schüler*innen unserer Schule die Möglichkeit sich mit einem Thema im Detail zu beschäftigen. Insbesondere die projektorientierten Angebote im Bereich Hörbehinderung sind allen am Schulleben Beteiligten wichtig. Hier können sich die Kinder mit ihrer Hörbehinderung altersgerecht auseinandersetzen und so ihre Identität als hörbehinderte Person und ihr Selbstbewusstsein stärken.
Digitale Medien sind ein fester Bestandteil des Unterrichts. In Projektwochen und im Unterricht lernen die Schüler*innen den Umgang mit Tablets, Apps und Lernprogrammen kennen. Im Computerraum arbeiten die Kinder an Desktop-PCs unter anderem mit dem Leseprogramm "ANTOLIN". So werden sie auf eine digitale Lern- und Lebenswelt vorbereitet.
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